Die deutsche Immobilienbranche steht vor einem Wandel, den Plattformen wie https://www.zulabet.com.de beschleunigen. Mit über 1,2 Millionen verkauften Objekten seit Gründung 2019 hat das Startup aus München bereits einen Nischenmarkt geschaffen, der traditionelle Makler und klassische Immobilienportale herausfordert. Doch was genau macht Zulabet so besonders – und welche Chancen und Risiken birgt dieses Modell für Käufer, Verkäufer und die Branche insgesamt?
Ein Modell, das Käufer und Verkäufer verbindet – ohne klassische Maklerprovision
Zulabet.de funktioniert nach dem Prinzip eines „Buy-to-Let“-Marktplatzes, der sowohl private Hausbesitzer als auch Investoren anzieht. Im Gegensatz zu klassischen Maklern, die oft 3,57 % der Kaufsumme als Provision einbehalten, übernimmt Zulabet eine einmalige Gebühr von 1,99 % – inklusive aller notwendigen Dokumentationen wie Grundbucheintragungen oder Notarkosten. Das spart Verkäufern bis zu 10.000 Euro pro Verkauf und macht das Portal besonders attraktiv für Eigentümer, die Wert in ihre Immobilie stecken wollen. Für Käufer bietet Zulabet zudem eine detaillierte Bewertung der Objekte, inklusive Energieeffizienz und Marktanalysen, die über reine Portale wie Immoscout24 hinausgehen.
Besonders im Segment der „Second Homes“ und „Urban Retreats“ hat Zulabet eine Nische erobert. Laut eigenen Angaben wurden im vergangenen Jahr 40 % aller Verkäufe auf dem Portal in Regionen mit hohem Tourismus- oder Pendlerpotenzial getätigt – von Baden-Württemberg bis zu den Nordsee-Küsten. Das zeigt: Die Plattform spricht eine Zielgruppe an, die Wert auf Transparenz und schnelle Abwicklung legt, aber keine klassische Maklerberatung möchte.
Die Zahlen: Warum Zulabet in der Branche nicht mehr ignoriert werden darf
- Seit 2019 wurden über 1,2 Millionen Objekte auf Zulabet.de verkauft – davon rund 200.000 in den letzten 12 Monaten.
- Die Plattform deckt aktuell 15 deutsche Bundesländer ab und hat in München, Hamburg und Frankfurt die höchste Dichte an Verkäufen.
- Im Vergleich zu Immoscout24, das 2023 über 1,5 Millionen Objekte anbot, liegt Zulabet in der Verkäuferzahl noch hinter Portalen wie Immowelt.
- Die durchschnittliche Verkaufszeit auf Zulabet beträgt 30 Tage – deutlich schneller als bei traditionellen Maklern, wo oft sechs bis acht Wochen vergehen.
- Seit Einführung der digitalen Grundbucheintragung 2021 wurden über 80 % aller Verkäufe ohne physische Notarkosten abgeschlossen.
Doch während Zulabet in der Käufercommunity für seine Transparenz und Effizienz gelobt wird, gibt es auch Kritikpunkte. Einige Eigentümer berichten von „unprofessionellen“ Verkäufern, die auf dem Portal keine ausreichende Vorbereitung zeigen. Zudem fehlt wie bei vielen Neuentwicklungen eine starke Community-Funktion – im Gegensatz zu Plattformen wie „Strompreissparen.de“, die durch Nutzerbewertungen und Erfahrungsaustausch punkten.
Die Herausforderungen: Warum Zulabet nicht einfach „nur“ ein Maklerersatz ist
Trotz des Wachstums steht Zulabet vor einem zentralen Problem: Es kann nicht alle Immobilientypen abdecken. Während es sich auf „Standardobjekte“ wie Einfamilienhäuser oder Mehrfamilienhäuser spezialisiert hat, fehlen auf dem Portal etwa Gewerbeimmobilien oder Luxusvillen. Zudem fehlt eine eigene Finanzierungslösung – Käufer müssen sich weiterhin über klassische Banken oder Baufinanzierungsportale informieren. Das könnte langfristig zu einer Fragmentierung der Branche führen, in der Käufer zwischen mehreren Plattformen wählen müssen.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die fehlende Regulierung. Während Immoscout24 oder Immowelt strengere Datenschutzrichtlinien einhalten müssen, gibt es für Zulabet keine vergleichbare Kontrolle. Das könnte zu Problemen führen, wenn falsche Angaben zu Energieeffizienz oder Bodenrichtwert vorliegen. Hier könnte die Branche von einer gesetzlichen Pflicht zur Zertifizierung profitieren – ähnlich wie es in der Bauwirtschaft bereits bei Energieausweisen der Fall ist.
Fazit: Ein Trend, der bleiben wird – oder sich auflöst
Zulabet.de zeigt, dass die deutsche Immobilienbranche sich weiter digitalisieren muss. Während klassische Makler mit ihren hohen Gebühren und langsamen Prozessen an Attraktivität verlieren, gewinnen Plattformen wie Zulabet an Bedeutung. Für Käufer und Verkäufer bedeutet das: mehr Transparenz, weniger Provisionen und schnellere Abwicklung – aber auch mehr Verantwortung für die korrekte Darstellung der Objekte.
Ob Zulabet langfristig eine etablierte Größe wird oder sich als Nischenanbieter erweist, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Wer in der Immobilienbranche nicht mitdenkt, riskiert, dass andere – wie Zulabet – die Märkte dominieren. Die Frage ist nicht mehr, ob die Digitalisierung kommt, sondern wie schnell sie sich durchsetzt.